SchlittenhundeAllgemeine Informationen
Als Schlittenhund bezeichnet man grundsätzlich jeden Hund, der mittels Geschirr und Leinen an einen Schlitten gespannt werden kann um diesen zu ziehen. Schlittenhunde müssen ausdauernd und kältebeständig sein. Wo und wann Hunde erstmalig als Zugtiere vor Schlitten verwendet wurden, ist unbekannt. Vermutet wird jedoch, dass das im nördlichen Sibirien, dessen eingeborene Völker auf eine lange Tradition winterlicher Reisen zurückblicken, vor jedem anderem Zugtiereinsatz erfolgte. Heute gibt es mehrere Hunderassen, die speziell als Schlittenhunde verwendet werden, obwohl jede mittelgroße Rasse dazu geeignet ist, einen Schlitten zu ziehen.
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Nachfolgend ein paar Informationen über die typischsten Schlittenhunde-Rassen: Siberian Huskys
Das berühmteste Rennen ist wohl das alljährlich ausgetragene “Iditarod Trail Sled Dog Race” von Anchorage im Süden nach Nome an der Küste der Beringsee: 1.840 km durch unzugängliche und wilde Landschaft bei Temperaturen weit unter Null Grad, mit Schnee, Wind und Wetter, in der Dunkelheit des Alaska- Winters. Die besten Musher (Hundeschlittenführer) mit ihren Hundeteams aus 12 bis 16 Huskys gehen an den Start. Zuschauer kommen aus allen Teilen der Erde, um am Rande der Strecke dabei zu sein. Die meisten am Start und Ziel, aber auch unterwegs in den kleinen Siedlungen und Lodges. Die Musher brauchen 9 bis 17 Tage, um die Strecke zu schaffen.
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Das Gespann, welches für den Transport des Serums eingesetzt wurde (siehe oben Abschnitt: Siberian Huskys) wurde von Gunnar Klassen und seinem Leithund „Balto“ , einen Alaskan Malamute geführt und sie brachten das Serum erfolgreich von Nenana nach Nome. Im Central Park (New York) steht zu ehren von „Balto“ und seinem Team ein Denkmal.
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Da es sich um Funktionszucht handelt, ähneln sich die Zuchtlinen schon, sind aber je nach Bedarf durchaus unterschiedlich in Größe und Gewicht. Durch die Vermischung mit Jagdhunden und Windhunden wurde dieser Type verträglicher mit Rudelgenossen und dem Menschen, verlor aber einige Eigenschaften der Polarhunde, was aber der Funktion zu Gute kam. Ein ähnlicher Hundetyp entwickelte sich in Europa: der Europäische Schlittenhund.
******* Der Samojede ist eine mittelgroße nordische Gebrauchshunderasse. Sie wurde im Westen Sibiriens vom Volk der Nenzen (früher Samojeden) gezüchtet; nach diesem Volk wurde die Hunderasse auch später benannt, als Ernest Kilburn-Scott ab 1894 erste Exemplare nach England brachte und mit dem Züchten der ab 1913 offiziell anerkannten Rasse begann.
Ein besonderes Merkmal des Samojeden ist das Haarkleid, das „üppig, dick, elastisch und dicht“ sein soll; es diente ursprünglich als natürlicher Schutz im Polarklima. Das Fell ist rein weiß, weiß und beige oder cremefarben. Die ursprünglichen Samojeden-Hunde traten auch in anderen Fellfärbungen wie braun oder schwarz auf, dies entspricht jedoch nicht dem heutigen Zuchtstandard. Im Gegensatz zu anderen Schlittenhunden sind blaue oder 2 unterschiedlich gefärbte Augen ein Mangel.
******* Der Skandinavische Hound bzw. Europäische Schlittenhund ist keine Rasse im eigentlichen Sinne sondern eher ein Hundetyp, der in unterschiedlichen Linien in Funktionszucht gezüchtet wird. Die Zuchtkomponenten sind neben English Pointer und Deutsch Kurzhaar auch einige skandinavische Vorstehhunde. Auffällig ist der schlanke, hochbeinige Körperbau und das relativ kurze Haar. Er gleicht eher einem Windhund als den traditionellen kompakten und eher langhaarigen Schlittenhunden. Er zeichnet sich durch unbändige Lauffreude aus und hat eine hervorragende Athletik. Durch sein ausgeprägtes Sozialverhalten kommt es selbst in großen Gruppen kaum zu Konflikten. Er bindet sich stark an den Menschen, lernt leicht, und hat den Wunsch es dem Musher ständig Recht zu machen.
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Wie der Name verrät stammt diese Rasse aus Grönland und der rauheste und natürlichste aller Schlittenhunde. Das äußere Erscheinungsbild der Grönländer ist den rauhen klimatischen Verhältnissen optimal angepasst und hat sich bis heute weitestgehend erhalten. Das schützende, vielfarbige Fell besteht aus einem Doppelmantel – aus dichter, feiner Unterwolle und hartem, wetterfesten Grannenhaar. Die Hunde sind zudem mit einer beweglichen, buschigen Rute ausgestattet, die während der Ruhezeiten um die Nase und das Gesicht gerollt werden kann, um die Atemluft vorzuwärmen. Das innen behaarte Stehohr kann den widrigsten Wetterverhältnissen ausgesetzt werden. Ihre dicken Pfoten sind besonders präpariert, um vor dem schwierigen Gelände in polaren Klimazonen geschützt zu sein.
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